Unsere Gastdozent:innen

Dr. Renate Jegodtka

Dr. Renate Jegodtka

Lehrtherapeutin (SG), Systemische Therapeutin und Supervisorin (SG), Traumatherapie (PITT), Klinische Hypnose (MEG), Traumafachberatung (DeGPT), Dozentin Systemische Traumapädagogik und Traumafachberatung (DeGPT/FV-Traumapädagogik), Forschung zum Thema "Berufsrisiko Sekundäre Traumatisierung",
web: www.systemische-traumapaedagogik.de

Dr. Stephan Marks

Supervisor und Sachbuchautor; er bildet seit vielen Jahren Menschen, die mit Menschen arbeiten, über Scham und Menschenwürde fort, vorwiegend im deutschsprachigen Raum und in Lateinamerika.

Kurt Pelzer

Diplom Psychologe, Paar- und Familientherapeut, langjähriger Leiter des Psych. Beratungszentrum Düren, lehrender Supervisor (SG und DGSv), Lehrender bei der APF Köln, lehrender Dozent bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (BKE) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung (DAJEB), Vorstandsmitglied der Systemischen Gesellschaft (SG)

Jessie Mmari (sie/ihr/ keine Pronomen)

Dipl. Sozialpädagog:in, Systemische Familientherapeut:in [DGSF], DBT – Trainer:in und Bildungsreferent:in zu Macht – und Rassismuskritik, langjährige Tätigkeit in der psychosozialen Beratung und der ambulant aufsuchenden Arbeit von Familien und Einzelpersonen, Beratung und Therapie für mehrfachmarginalisierte Menschen, Fortbildungen und Workshops für Institutionen und Vereine zu macht – und rassismuskritischen Fragen

Ilja Gold (er/ihn)

Politik- und Erziehungswissenschaftlen sowie Organisationsentwicklung, Referent für politische Bildung, Systemischer Berater (DGSF), wissenschaftlich-pädagogischer Mitarbeiter im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln, professionsbezogene Auseinandersetzung mit macht- und rassismuskritischen Fragen vor dem Hintergrund der eigenen weißen Positionierheit

Neue Themen in 2022/2023

Berufsrisiko Sekundäre Traumatisierung? Existenzielle Berührung und Selbstfürsorge in psychosozialen Arbeitsfeldern

Dr. Renate Jegodtkka 05./06.11.2022

Traumatisierende Erfahrungen sind langlebig und raumgreifend. Sie wirken in familiäre und andere soziale Beziehungen hinein, sie mischen Institutionen auf, verbreiten Stress, Gefühle der Unsicherheit und Leid. In der Psychosozialen Arbeit werden wir mit den individuellen und interaktionellen Reaktionen auf überwältigende Lebenserfahrung (wie z.B. Flucht, häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt) konfrontiert.
Die Auswirkungen dieser Arbeit auf die Fachkräfte und Möglichkeiten der Prävention Sekundärer Traumatisierung sind Inhalte dieses Seminars.
Neben fachlichem Input werden Strategien vorgestellt, die im Umgang mit Sekundärer Traumatisierung und Burnout-Symptomen hilfreich sind. Das Einbeziehen der Erfahrungen aus der Praxis der Teilnehmer*innen ist ausdrücklich gewünschter Bestandteil des Seminars.

Kosten: 365€**

Scham - eine tabuisierte Emotion

Dr. Stefan Marks 29./30.04.2023

Scham ist eine schmerzhafte, oft übersehene Emotion, die in jeder Begegnung, in jeder Arbeit mit Menschen akut werden kann. Unerkannte Schamgefühle können z.B. zu Depression, Rückzug oder Sucht führen – oder in Zynismus, Trotz oder Aggression umschlagen. Daher ist es für alle, die mit Menschen arbeiten, wichtig, Scham zu erkennen und konstruktiv mit ihr umgehen zu können. Denn sie ist zwar schmerzhaft, hat aber auch positive Aufgaben: Scham ist, nach Leon Wurmser, die Hüterin der Menschenwürde.
In der Fortbildung werden (aus Sicht von Psychologie, Sozialpsychologie und Gehirnforschung) die grundlegenden Informationen über Scham vermittelt. Daran anknüpfend wird die Bedeutung des Themas erarbeitet: für die eigene Person, für die jeweilige Arbeit mit Menschen und für die Rahmenbedingungen dieser Arbeit.

Kosten: 365€**

Wenn es chronisch kracht - Beratung und Therapie mit hochstrittigen Eltern/Paaren

Kurt Pelzer 16./17.09.2023

Streitbare oder gar hochkonflikthafte Paare, ob sie nun zusammenleben oder auch nach einer Scheidung oder Trennung im Rosenkrieg verbunden bleiben, fordern TherapeutInnen in mehrfacher Hinsicht heraus. Starke Affekte, wie Hass und Wut, mehrgenerationale Verstrickungen, bewusste oder unbewusste Appelle zu Parteinahme, zähe Feindbilder und Eigenlogiken sowie energisches Festhalten an dysfunktionalen Lösungsversuchen bilden die Klippen oder Untiefen, die die therapeutischen Lotsen umschiffen müssen.
Der Ansatz einer meditativ orientierten Beratung / Therapie ermöglicht ein besseres Verständnis für die Organisation und Eigendynamik konflikthafter Systeme, vermittelt praktische Hilfen für Rollen- und Auftragsklärung und fördert ein gute Balance zwischen Empathie und Abgrenzung und damit letztlich eine resiliente, stressmindernde Haltung der TherapeutInnen.
In dem zweitägigen Seminar werden Konzepte und methodische Zugange vorgestellt, an Fallbei­spielen (gern auch aus dem Teilnehmerkreis) veranschaulicht und z. T. in Rollenspielen erprobt und weiter entwickelt. Anregungen für eine vertiefende Kleingruppenarbeit ermöglichen ein abwechslungsreiches Lernen.
Zu diesem Workshop sind alle InteressentInnen eingeladen, die in ihrer Arbeit entweder mit strittigen Paaren/Familien oder auch anderen Konfliktkonstellationen (z. B. in Teams, Abteilungen) konfrontiert sind und neue Wege zu einem – vielleicht etwas unangestrengteren – Umgang mit den impliziten Herausforderungen eskalierender Konfliktdynamiken suchen.

Kosten 365€

Macht- und Rassismuskritik für die systemische Beratung und Therapie – Perspektiven für die eigene Praxis

Jessie Mmari + Ilja Gold 04./05.11.2023

In der systemischen Beratung und Therapie kommen Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten, Erfahrungen und Bedarfen zu uns. Unsere eigene Landkarte ist dabei geprägt durch unsere Erfahrungswelt. Umso wichtiger ist es, sich über eigene Bilder im Kopf und individuelle sowie institutionelle Leerstellen bewusst zu werden. Denn unterschiedliche Diskriminierungsformen – und so auch Rassismus – sind gesamtgesellschaftliche Phänomene, die auch in Kontexten von Beratung und Therapie strukturell verankert sind und dort ihre Wirkung entfalten.
Welches Bewusstsein habe ich für meine eigene gesellschaftliche Positioniertheit in Bezug auf Rassismus? Wie können wir unsere eigene Brille hinsichtlich der Verschränkung verschiedener Diskriminierungsformen schärfen? Welche Anknüpfungspunkte aber auch Widersprüche in systemischen Haltungen und Methoden bestehen aus macht- und rassismuskritischer Perspektive?
Wie kann ich Beratung von Menschen mit Rassismuserfahrungen verantwortungsvoll gestalten und Diskriminierung entgegenwirken?
Der Transfer in die Praxis und die Entwicklung eigener (selbst-) kritischer Gestaltungsmöglichkeiten stehen dabei im Mittelpunkt. Die Referent_innen Jessie Mmari und Ilja Gold sind im Kontext Rassismus unterschiedlich positioniert und arbeiten in verschiedenen Bildungs- und Beratungssettings.

Kosten: 365€**

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