Sonderseminare

Systemisches Denken und Handeln für EinsteigerInnen

Termin: Auf Anfrage, Umfang: 2 Tage, Dozentin: Ilke Crone

Systemische Perspektiven erleichtern (manchmal) das Bewahren einer ressourcen- und lösungs­orientierten Haltung und tragen dazu bei, Fremdes und Eigenes besser zu verstehen und gemeinsam mit anderen neue Lösungen zu entwickeln. Dies gilt für gruppendynamische Prozesse innerhalb der Einrichtung ebenso wie für die Zusammenarbeit mit Herkunftsfamilien, Schule oder Kindergarten.

Die Fortbildungsreihe bietet all denen einen Einstieg in systemisches Denken und Handeln, die nach anderen Anregungen für ihre praktische Arbeit suchen und an einer Erweiterung ihrer professionellen Kompetenzen interessiert sind.

Themen könnten unter anderem sein:

  • Was heißt hier eigentlich systemisch? Einführung in systemische Grundlagen: Struktur – Entwicklung – Konstruktion – Reframing oder die Suche nach dem guten Kern
  • Die Suche nach dem, was funktioniert: Ressourcenorientierung in der systemischen Arbeit, Mustererkennung und -unterbrechung, systemische Fragen als Intervention
  • Konstruktive Gespräche führen: Wertschätzung bisheriger Lösungsversuche, Anerkennung und Würdigung, Aufträge klären - wenn nicht alle das Gleiche wollen?

Außerdem gibt es Gelegenheit, eigene Erfahrungen einzubringen, zu reflektieren und neu zu beschreiben sowie sich mit Kollegen und Kolleginnen anderer Organisationen auszutauschen

Wenn es chronisch kracht - Beratung und Therapie mit hochstrittigen Eltern/Paaren

Termin: 17.–18.03.2020, Umfang: 2 Tage, Dozent: Kurt Pelzer

Streitbare oder gar hochkonflikthafte Paare, ob sie nun zusammenleben oder auch nach einer Scheidung oder Trennung im Rosenkrieg verbunden bleiben, fordern TherapeutInnen in mehrfacher Hinsicht heraus. Starke Affekte, wie Hass und Wut, mehrgenerationale Verstrickungen, bewusste oder unbewusste Appelle zu Parteinahme, zähe Feindbilder und Eigenlogiken sowie energisches Festhalten an dysfunktionalen Lösungsversuchen bilden die Klippen oder Untiefen, die die therapeutischen Lotsen umschiffen müssen.

Der Ansatz einer meditativ orientierten Beratung / Therapie ermöglicht ein besseres Verständnis für die Organisation und Eigendynamik konflikthafter Systeme, vermittelt praktische Hilfen für Rollen- und Auftragsklärung und fördert ein gute Balance zwischen Empathie und Abgrenzung und damit letztlich eine resiliente, stressmindernde Haltung der TherapeutInnen.

In dem zweitägigen Seminar werden Konzepte und methodische Zugange vorgestellt, an Fallbei­spielen (gern auch aus dem Teilnehmerkreis) veranschaulicht und z. T. in Rollenspielen erprobt und weiter entwickelt. Anregungen für eine vertiefende Kleingruppenarbeit ermöglichen ein abwechslungsreiches Lernen.

Zu diesem Workshop sind alle InteressentInnen eingeladen, die in ihrer Arbeit entweder mit strittigen Paaren/Familien oder auch anderen Konfliktkonstellationen (z. B. in Teams, Abteilungen) konfrontiert sind und neue Wege zu einem – vielleicht etwas umangestrengteren – Umgang mit den impliziten Herausforderungen eskalierender Konfliktdynamiken suchen.

Dozent:
Kurt Pelzer, Diplom Psychologe, Paar- und Familientherapeut, langjähriger Leiter des Psych. Beratungszentrum Düren, lehrender Supervisor (SG und DGSv), Lehrender bei der APF Köln, lehrender Dozent bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (BKE) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung (DAJEB), Vorstandsmitglied der Systemischen Gesellschaft (SG)

Kosten:
240,00 Euro